Die vorliegende empirische Studie, die als Bachelorarbeit an der International School of Management in Dortmund entstanden ist, untersucht unter Anwendung des Bochumer Inventars zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung mit 85 Testpersonen, inwiefern sich die Persönlichkeit von Frauen karrierehemmend auswirkt und ob ein Teil der Diskriminierung durch eine geschlechtsbedingte Stereotypisierung der Persönlichkeitseigenschaften von Frauen erklärbar ist.

Die Untersuchung zeigt, dass Frauen über deutlich mehr karrierehemmende Persönlichkeitseigenschaften (niedrige Werte in der Gestaltungs- und Leistungsmotivation, in der emotionalen Stabilität und dem Selbstbewusstsein) verfügen als Männer. Die größten Geschlechtsunterschiede zeigen sich bei der emotionalen Stabilität und dem Selbstbewusstsein, das bei Männern deutlich höher ausgeprägt ist und sich bei ihnen karrierefördernd auswirkt.

Der „Stereotyp Frau“ weist große Ähnlichkeiten mit dem tatsächlichen Profil von Frauen auf. Dies hat zur Folge, dass bei Frauen sowohl ihre geschlechtsbedingten Persönlichkeitseigenschaften als auch der vorherrschende Stereotyp ihres Geschlechts negative Auswirkungen auf den beruflichen Erfolg haben.

Zur Abmilderung der negativen Effekte ist es notwendig, dass die Unternehmenskultur und –strukturen frauenfreundlicher werden. Doch auch Frauen müssen an ihrer inneren (Arbeits-) Einstellung und an ihrem Selbstbewusstsein arbeiten, um beruflich erfolgreicher zu sein.